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Stadtszenen 2000-2003Grain Photo ist ein fotografierender freundeskreis, eine art, unsere meist individuell entstehenden bilder und erfahrungen zu teilen.Es liegt nahe, unsere zweite ausstellung "stadtszenen (2000-2003)" dem thema stadt zu widmen. Die stadt ist unser alltag, unser zuhause. Willkommen.
Menschen hasten über den Asphalt
Auf dem Asphalt jedoch
Durchdringen sich
Um den Menschen zu folgen
Michael Güller
Stadträume, Bewegungen, fallendes Licht, Lärm und Ablenkung, Gerüche, Monumente und Möwen - fast nur im Flug fängt mein Auge eine Stadt ein. Stadt ist immer dazwischen, daneben, drumherum. Die Stadt aus der Hüfte oder im Flug einzufangen, sucherlos (und ziellos, wie ich Städte ablaufe und einsauge und zu verstehen beginne) und in 4-Bildsequenzen (UltrakurzFilme statt Einzelbilder) - diese Photographien spielen mit der Stadt. Die unsteten und verzerrten, scharfen und verschwommen ineinander greifenden, unmittelbar überraschenden Stimmungen; diese Momente, in denen das Leben und die Bauten um mich herum aus ihrem verwurzelten Kontext springen und ganz eigenartig neu erscheinen: in sich selbst vervielfacht, neu gruppiert oder in Beziehung zu etwas gesetzt, das ihnen sonst fremd ist: das gibt ein eigenartig präzises Abbild der Vielfalt der Stadt, wie ich sie erlebe.
Action- und SuperSampler heissen die beiden Vierlinsenkameras
der Lomographischen Gesellschaft Wien,
die es für dieses Spiel braucht. Beim ActionSampler (2x2 Bilder) liegt
eine, beim SuperSampler (1x4 Bilder) zwei Sekunden zwischen dem ersten
und dem letzten Bild.
David Hakim - Gewohnt
Hanspeter Högger - Spuren in meiner Stadt
Zürich
Meine Bilder zeigen Strassen, Häuser und Plätze Zürichs,
die wir alle gut kennen - und doch nicht. Die Bewohner sind meist nur indirekt
zu sehen, an den Spuren, die sie hinterlassen.
Attila Kerényi
- «Natürlich nicht. Darum habe ich das Lied gemacht. Träumst du nie, dass du dich nach einer Stadt sehnst, in der du noch nie gewesen bist?»
Antonio Muñoz Molina - "Der Winter in Lissabon"
Nico Krzebek
Bei meinem letzten Besuch zu Weihnachten 2002 fand ich die Stadt von einer dicken Eisschicht überzogen vor. Das Eis löst in mir vielfältige Assoziationen aus. Die Starre widerspiegelt die Schwierigkeiten bei der Fortbewegung, die konservierten Erinnerungen an einen Ort, der sich versucht weiterzuentwickeln, aber irgendwo auf dem Weg stecken geblieben scheint. Durch einige meiner Bilder sind trotz der späten Stunde Autos gefahren
oder Menschen gelaufen. Ihre Anwesenheit lässt sich nur erahnen, oft
haben sie gar keine Spuren hinterlassen...
Lukas Menzi
Roberto Lins - «Flüchtige Augenblicke»
Städtische Augenblicke sind dynamisch, chaotisch, kraftvoll und voll des täglichen Wahnsinns, den das Leben in der Stadt bedeutet. Es fliesst und reisst dich mit. Diese Vielseitigkeit der Eindrücke verwirrt oft die Wahrnehmung und erschwert die Auswahl von flüchtigen aber bedeutsamen Momenten aus dem täglichen Wirrarr. Ein bisschen träumen, wegdriften, in die eigenen Gefühle eintauchen - und sei es nur für einen kurzen Moment -, erlaubt es mir, mein persönliches Bild des städtischen Lebens wiederzufinden. Der vorliegende fotografische Essay basiert auf Einsamkeit und konzentriert sich auf die Komposition von symbolischen, zeit- und raumlosen Elementen, die in der städtischen Umgebung auftauchen. Linien, Formen, Oberflächenbeschaffenheit und Raum werden graphisch dargestellt, um den Betrachter zum Erleben dieser Augenblicke einzuladen. Willkommen bei dem Foto-Essay "Flüchtige Passage", und bei der Mäglichkeit, in die eigene Einsamkeit einzutauchen.
Die Fotografien sind per Hand vergrössert und mit Silbergelatine getönt,
auf Papier von Archivqualität.
Séverine Rion
07.Dez. 2001, Hanoi, Vietnam
08.Dez. 2001, Hanoi, Vietnam
16.Dez. 2001, Hoi An, Vietnam
26.Dez. 2001, Mui Ne, Vietnam
02. Jan. 2002, Ho Chi Minh City, Vietnam
Wed, 16 Oct 2002 04:34:17 -0700 (PDT) ‘Halt to registration of new motorbikes in Hanoi and HCM City’ Zsuzsanna Lipták
Ich fotografiere seit meinem 18. Lebensjahr. Mein primäres Interesse waren immer Menschen, ob Fremde oder Freunde: Menschen in ihrer natürlichen Umgebung, auf der Strasse, im Cafe, beim Einkaufen, im Gespräch. Und als Grossstädterin empfinde ich die urbane Umgebung als die "natürliche"... In dieser Ausstellung möchte ich ein anderes Gesicht des städtischen Lebens zeigen: Menschen in den Townships von Südafrika. Auch dies ist städtisches Leben, die alltägliche städtische Realität für Millionen von Menschen. Townships sind das Erbe des Apartheid-Systems, das Menschen entsprechend ihrer Hautfarbe klassifizierte und in getrennte Gebiete zwang, und das Menschen dunkler Haut adäquate Unterkunft systematisch vorenthielt. Das heutige Südafrika hat mit diesem Erbe zu kämpfen, denn unter der Apartheid liess man grosse Teile des Landes verarmen, während sich Arbeit und Reichtum in wenigen urbanen Zentren konzentrierten. Als Unterkunft für die manuell Arbeitenden entstanden die Townships an den Rändern der weiss dominierten Städte; sie werden auch heute fast ausschliesslich von Schwarzen bewohnt und können mit dem explosionsartigen Zuzug von Arbeitssuchenden nur schwer umgehen. Eines der vordringlichsten Probleme des heutigen Südafrika ist es, für all diese Menschen eine adäquate Unterkunft zu sichern. Gleichzeitig herrscht in Townships ein viel regeres Leben als in den weissen, autobasierten Stadtteilen, die im Vergleich wie erstorben erscheinen mit ihren Shopping Malls und schönen Villen, durch Alarmanlagen und elektrische Zäune geschützt. Die Bilder entstanden in Soweto (Johannesburg) im März 2000, sowie in den Kapstädter Townships Kayelitsha, Langa und Gugulethu zwischen Mai und August 2002. |
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Letzte Aktualisierung: 5. April 2004 |
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